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Die Entdeckung meiner Stimme: Eine Reise durch Autismus, Überlastung und Selbstfindung

Hallo! Mein Name ist Alexander, ich bin Autist und in diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen und Perspektiven mit euch teilen.

Aufgrund der Reizüberflutung, die meine Autismus-Spektrum-Störung mit sich bringt, ist meine deutlichste und häufigste Erfahrung, mit meiner Umgebung überfordert zu sein. In meiner Kindheit habe ich die Welt um mich herum einfach nur als hektisch, verwirrend und in weiterer Folge auch als beängstigend wahrgenommen. Gleichzeitig bin ich in meinem sozialen Umfeld immer wieder auf Unverständnis gestoßen, weil die meisten Personen, sowohl Kinder als auch Erwachsene, meine Perspektive nicht nachvollziehen konnten und ich nicht in der Lage war, meine Situation verständlich zu kommunizieren. Schließlich leben wir ja alle in der selben Welt und alle Anderen konnten damit scheinbar gut genug umgehen, zumindest in meinem persönlichen Umfeld. Ich habe mich, fast ständig, wie in einer fremden Welt gefühlt, anwesend, aber nicht teilnehmend. 

Diese Kombination aus sensorischer Überforderung und Unverständnis durch mein Umfeld, hat zu einer Reihe von Problemen und auffälligem Verhalten geführt, speziell in der Kindheit und der Pubertät.

Überforderung durch Hilfe

Eine Auffälligkeit war, dass es mir schwer fiel, Hinweise oder Vorschläge von anderen zu akzeptieren, wenn ich vor einem Problem stand. Durch die Reizüberflutung habe ich oft einfach nur mehr Zeit gebraucht, um das jeweilige Problem zu verstehen. Ich war der Meinung, ich hätte die Probleme auch selbst lösen können, wenn ich nur eine halbe Minute mehr Zeit dafür gehabt hätte. Dadurch wirkten die Hilfestellungen, die ich von anderen bekommen habe, oft übereilt, nicht ausreichend durchdacht und überrumpelnd. In anderen Fällen war ich sehr stark fokussiert und habe mich durch die Hilfestellung abgelenkt und in meiner Konzentration gestört gefühlt, was zu zornigen Reaktionen meinerseits geführt hat.

Soziale Wirkungen

Die Reizüberflutung und daraus entstandene Verwirrung hat auch häufiger dazu geführt, dass ich nicht auf Aussagen oder Aufforderungen reagiert habe. Manchmal hatte ich einfach nicht mitbekommen, dass ich angesprochen wurde. Aus meiner Sicht stand ich einfach plötzlich vor einer Person, die auf meine Antwort wartete und ich wusste nicht, wie die Frage lautete. Andere Male habe ich nicht sofort verstanden, was von mir erwartet wurde, weil die wichtigen Informationen in der Flut an Eindrücken schwieriger herauszufiltern waren.

Fantastische Zuflucht

Wenn die Überforderung einmal zu viel wurde, habe ich mich geistig verschlossen und in meine eigenen Fantasien zurückgezogen, wo alles für mich nachvollziehbar war. Ich stand vor keinen Problemen, die ich nicht hätte lösen können, ich konnte mir für alles so viel Zeit nehmen, wie ich wollte. Kurz gesagt, in meiner Fantasie hat alles so funktioniert, wie ich wollte, dass es funktioniert. Dieser geistige Rückzugsort hat es mir ermöglicht, in stressigen Situationen ein wenig innere Ruhe zu finden.

Ruhe. Routine, oder Ruh-tine?

Eine ähnliche Ruhe haben mir auch wiederholte Handlungen und Routinen gegeben. Da ich den Ablauf bereits kannte, waren Routinen leichter nachvollziehbar, leichter vorhersehbar und dadurch weniger überfordernd.
 
Wenn das alles jetzt etwas abstrakt und schwammig wirkt, versuche dir folgende bewusst ungewöhnlich gestaltete Situation vorzustellen:
 
Du sitzt mit 3 anderen Personen an einem Tisch, alle 3 reden gleichzeitig. Plötzlich hält eine Person einen Zettel und einen Stift in der Hand und alle 3 sehen dich schweigend an. Was musst du jetzt tun? Während du gerade erst realisiert hast, dass sich die Situation überhaupt geändert hat und irgend etwas von dir erwartet wird, deutet eine der 3 Personen auf den Zettel und sagt „Hier unten.“
 
Sollst du die Stelle lesen, an dieser Stelle unterschreiben, oder deine Telefonnummer aufschreiben?
 
In so einer Situation wärst du vermutlich verwirrt, zögerlich und angespannt. Wenn ja, dann stell dir jetzt vor, du wärst damit allein, jede andere Person hätte keine Probleme damit, nur du weißt nicht, was zu tun ist. Es ist unverständlich, geradezu absurd, wieso niemand sonst dein Problem teilt oder nachvollziehen kann.
 
Behalte dir genau dieses Gefühl einer verwirrenden und ein wenig absurden Welt. Für mich hat sich lange Zeit meine tägliche Erfahrung genau so angefühlt.

Änderung

Heute kann ich mit vielen dieser Situationen und Symptome deutlich besser umgehen. Es gibt heute viele unterschiedliche therapeutische Ansätze, um betroffenen Personen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen und zu erleichtern, darunter auch Neurofeedback-Therapie.
 
Wichtig ist mir hierbei klarzustellen, dass sich meine Perspektive und meine Wahrnehmung der Welt nicht geändert haben. Was sich geändert hat, was auch von Anfang an das Ziel war, ist mein Umgang mit der Welt. Ich kann meine Sinnes-Wahrnehmung besser einordnen und verarbeiten, habe mein Einfühlungsvermögen gezielt trainiert und dadurch gelernt, wie ich meine Situation verständlicher kommunizieren kann.
 
Dadurch kann ich an der Gesellschaft, an der Welt um mich herum, aktiv teilnehmen, anstatt nur passiv anwesend zu sein.

___________

Alex ist ein geschätztes und langjähriges Mitglied des Brainhero-Teams. Er absolvierte die Vienna Business School und übernimmt seit 2020 wichtige und geschätzte Aufgaben als Softwaretester und Testmanager. Seine präzisen und persönlichen Einblicke helfen uns dabei, unsere Therapie wirklich an die spezifischen Bedürfnisse anzupassen und geben eine großartige Anleitung, um gemeinsam die Zukunft von Brainhero zu gestalten.

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Brainhero fördernd bei Kindern im Autismusspektrum das Ursache-Wirkungsverständnis und trägt damit zur besseren Entwicklung des betroffenen Kindes bei. Ganz ohne Medikamente. 
 

Anhand eines Vorabfragebogens erfasst das Brainhero Team die Symptome deines Kindes und bewertet die Veränderungen am Ende mit einem Nachbefragungsbogen. Du als Elternteil erhältst dann am Ende einen Bericht über die tatsächliche Symptomreduzierung.

Vereinbare jetzt gleich einen Termin mit unserem Team und erfahre mehr über die Vorteile einer Therapie für zu Hause!

##AutismusAufklärung #Neurodiversität #Brainhero #MedizinischesGerät

Buche dein kostenloses Beratungsgespräch mit uns

Wenn du mehr über unsere Therapie erfahren möchtest und wissen willst, ob sie für deine Situation geeignet ist, können wir dir helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Klicke einfach unten und buche einen Anruf bei uns. Es ist kostenlos!

Die Entdeckung meiner Stimme: Eine Reise durch Autismus, Überlastung und Selbstfindung

Hallo! Mein Name ist Alexander, ich bin Autist und in diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen und Perspektiven mit euch teilen.

Aufgrund der Reizüberflutung, die meine Autismus-Spektrum-Störung mit sich bringt, ist meine deutlichste und häufigste Erfahrung, mit meiner Umgebung überfordert zu sein. In meiner Kindheit habe ich die Welt um mich herum einfach nur als hektisch, verwirrend und in weiterer Folge auch als beängstigend wahrgenommen. Gleichzeitig bin ich in meinem sozialen Umfeld immer wieder auf Unverständnis gestoßen, weil die meisten Personen, sowohl Kinder als auch Erwachsene, meine Perspektive nicht nachvollziehen konnten und ich nicht in der Lage war, meine Situation verständlich zu kommunizieren. Schließlich leben wir ja alle in der selben Welt und alle Anderen konnten damit scheinbar gut genug umgehen, zumindest in meinem persönlichen Umfeld. Ich habe mich, fast ständig, wie in einer fremden Welt gefühlt, anwesend, aber nicht teilnehmend. 

Diese Kombination aus sensorischer Überforderung und Unverständnis durch mein Umfeld, hat zu einer Reihe von Problemen und auffälligem Verhalten geführt, speziell in der Kindheit und der Pubertät.

Überforderung durch Hilfe

Eine Auffälligkeit war, dass es mir schwer fiel, Hinweise oder Vorschläge von anderen zu akzeptieren, wenn ich vor einem Problem stand. Durch die Reizüberflutung habe ich oft einfach nur mehr Zeit gebraucht, um das jeweilige Problem zu verstehen. Ich war der Meinung, ich hätte die Probleme auch selbst lösen können, wenn ich nur eine halbe Minute mehr Zeit dafür gehabt hätte. Dadurch wirkten die Hilfestellungen, die ich von anderen bekommen habe, oft übereilt, nicht ausreichend durchdacht und überrumpelnd. In anderen Fällen war ich sehr stark fokussiert und habe mich durch die Hilfestellung abgelenkt und in meiner Konzentration gestört gefühlt, was zu zornigen Reaktionen meinerseits geführt hat.

Soziale Wirkungen

Die Reizüberflutung und daraus entstandene Verwirrung hat auch häufiger dazu geführt, dass ich nicht auf Aussagen oder Aufforderungen reagiert habe. Manchmal hatte ich einfach nicht mitbekommen, dass ich angesprochen wurde. Aus meiner Sicht stand ich einfach plötzlich vor einer Person, die auf meine Antwort wartete und ich wusste nicht, wie die Frage lautete. Andere Male habe ich nicht sofort verstanden, was von mir erwartet wurde, weil die wichtigen Informationen in der Flut an Eindrücken schwieriger herauszufiltern waren.

Fantastische Zuflucht

Wenn die Überforderung einmal zu viel wurde, habe ich mich geistig verschlossen und in meine eigenen Fantasien zurückgezogen, wo alles für mich nachvollziehbar war. Ich stand vor keinen Problemen, die ich nicht hätte lösen können, ich konnte mir für alles so viel Zeit nehmen, wie ich wollte. Kurz gesagt, in meiner Fantasie hat alles so funktioniert, wie ich wollte, dass es funktioniert. Dieser geistige Rückzugsort hat es mir ermöglicht, in stressigen Situationen ein wenig innere Ruhe zu finden.

Ruhe. Routine, oder Ruh-tine?

Eine ähnliche Ruhe haben mir auch wiederholte Handlungen und Routinen gegeben. Da ich den Ablauf bereits kannte, waren Routinen leichter nachvollziehbar, leichter vorhersehbar und dadurch weniger überfordernd.
 
Wenn das alles jetzt etwas abstrakt und schwammig wirkt, versuche dir folgende bewusst ungewöhnlich gestaltete Situation vorzustellen:
 
Du sitzt mit 3 anderen Personen an einem Tisch, alle 3 reden gleichzeitig. Plötzlich hält eine Person einen Zettel und einen Stift in der Hand und alle 3 sehen dich schweigend an. Was musst du jetzt tun? Während du gerade erst realisiert hast, dass sich die Situation überhaupt geändert hat und irgend etwas von dir erwartet wird, deutet eine der 3 Personen auf den Zettel und sagt „Hier unten.“
 
Sollst du die Stelle lesen, an dieser Stelle unterschreiben, oder deine Telefonnummer aufschreiben?
 
In so einer Situation wärst du vermutlich verwirrt, zögerlich und angespannt. Wenn ja, dann stell dir jetzt vor, du wärst damit allein, jede andere Person hätte keine Probleme damit, nur du weißt nicht, was zu tun ist. Es ist unverständlich, geradezu absurd, wieso niemand sonst dein Problem teilt oder nachvollziehen kann.
 
Behalte dir genau dieses Gefühl einer verwirrenden und ein wenig absurden Welt. Für mich hat sich lange Zeit meine tägliche Erfahrung genau so angefühlt.

Änderung

Heute kann ich mit vielen dieser Situationen und Symptome deutlich besser umgehen. Es gibt heute viele unterschiedliche therapeutische Ansätze, um betroffenen Personen ein eigenständiges Leben zu ermöglichen und zu erleichtern, darunter auch Neurofeedback-Therapie.
 
Wichtig ist mir hierbei klarzustellen, dass sich meine Perspektive und meine Wahrnehmung der Welt nicht geändert haben. Was sich geändert hat, was auch von Anfang an das Ziel war, ist mein Umgang mit der Welt. Ich kann meine Sinnes-Wahrnehmung besser einordnen und verarbeiten, habe mein Einfühlungsvermögen gezielt trainiert und dadurch gelernt, wie ich meine Situation verständlicher kommunizieren kann.
 
Dadurch kann ich an der Gesellschaft, an der Welt um mich herum, aktiv teilnehmen, anstatt nur passiv anwesend zu sein.

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Alex ist ein geschätztes und langjähriges Mitglied des Brainhero-Teams. Er absolvierte die Vienna Business School und übernimmt seit 2020 wichtige und geschätzte Aufgaben als Softwaretester und Testmanager. Seine präzisen und persönlichen Einblicke helfen uns dabei, unsere Therapie wirklich an die spezifischen Bedürfnisse anzupassen und geben eine großartige Anleitung, um gemeinsam die Zukunft von Brainhero zu gestalten.

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Brainhero fördernd bei Kindern im Autismusspektrum das Ursache-Wirkungsverständnis und trägt damit zur besseren Entwicklung des betroffenen Kindes bei. Ganz ohne Medikamente. 
 

Anhand eines Vorabfragebogens erfasst das Brainhero Team die Symptome deines Kindes und bewertet die Veränderungen am Ende mit einem Nachbefragungsbogen. Du als Elternteil erhältst dann am Ende einen Bericht über die tatsächliche Symptomreduzierung.

Vereinbare jetzt gleich einen Termin mit unserem Team und erfahre mehr über die Vorteile einer Therapie für zu Hause!

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